Kirche »Zu den Zwölf Aposteln«

 
Am Sonntag, den 29. Oktober 1961, wurde mit einem Festgottesdienst der Grundstein für den Bau der Evangelischen Kirche zu den Zwölf Aposteln gelegt.
 
Der damalige Pfarrer Fischer hatte zuvor versucht, einen anderen Platz als den Pfarrgarten als Bauplatz zu finden. Eine Kirche, die im Gegenüber zur Katholischen Kirche „Maria in der Zarten“ stehen könne, schwebte ihm vor. Vielleicht am Hang des Windecks? Aus diesen Plänen wie aus den Plänen, als Architekten den Schweizer Le Corbussier zu gewinnen, wurde nichts. Pfarrer Fischer fügte sich schließlich darein, die Konzentration auf die Innengestaltung zu legen und den Platz und das Außengebäude pragmatisch zu gestalten. So liegt auch der Grundstein mit der eingelassenen Urkunde nicht in einer Außenwand, sondern direkt unter dem Altar. Im Zentrum des Versammlungsraumes.
 
In der eingemauerten Urkunde wird im Jahr des Mauerbaus in Berlin die Hoffnung formuliert, dass Gott seine Kirche auf dem Weg des Friedens leiten möge und dass alle, die in diesem neuen Gebäude Gottesdienste feiern werden, vereint werden als Schwestern und Brüder in der Nachfolge des Ecksteins Jesus Christus und der Grundsteine durch die Apostel und Propheten. Deshalb auch der Name der Kirche „Zu den Zwölf Aposteln“. Vor 60 Jahren nun wurde der erste Schritt zum Bau der Kirche getan.
 
Kirche zu den 12 Aposteln, Hofansicht
 
Seitdem und bis heute genießen viele Menschen – Einheimische und Gäste – die Atmosphäre in der Kirche mit den bunten Fenstern von Helmut Uhrig, die biblische Geschichten und Kirchengeschichte erzählen. Von außen eher wie eine Turnhalle anmutend, findet sich im Innern der Kirche damit doch eine spirituelle Mitte und eine geistliche Heimat, die im Zusammenspiel der Fenster, der Orgel und des Altars mit dem Kruzifix umrahmt vom goldenen Kosmos mit den zwölf Sternen für die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel. (Die Kruzifixrosette wurde von Professor Rudolf Yelin d.J. gestaltet).
 
Kirche zu den 12 Aposteln, Altarraum
 
1963 dann wurde die Kirche fertig gestellt. Vielleicht können wir ja 2023 zum 60-jährigen Jubiläum der fertigen Kirche ein großes Gemeindefest planen und durchführen. In diesen nicht endenden Zeiten der Pandemie würden wir uns darauf und darüber ganz besonders freuen.
Ulrike Bruinings
 
 
Die Kirche »Zu den 12 Aposteln« in Hinterzarten ist tagsüber geöffnet. 
 
Sie können die Kirchenfenster betrachten, dafür gibt es eine Übersicht, die links bei den Fotokarten an der Wand hängt. 
 
Wir bieten auch eine Informationsschrift zu den Fenstern an (am selben Ort), Sie können sie für € 2,- erwerben. 
 
Neben der Orgel finden Sie einen Stuhlkreis, in dem Sie Ruhe finden können. Es liegt ein Heft mit Texte zum Beten und Nachdenken aus. Meist haben Sie auch die Möglichkeit, hier eine Kerze anzuzünden.